Kinderakademie Holzheim
für Natur & kreatives Gestalten

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  Das Geschehen und die Zusammenhänge um uns herum fassen wir Erwachsene oft geradezu zwanghaft in Begrifflichkeiten, stecken es in handhabbare Schubladen.
Was uns umgibt, ist entweder aus sich selbst heraus entstanden oder vom Mensch gemacht: Natur oder Kultur.
Diese Unterscheidung, die für das alltägliche und berufliche Leben selbstverständlich und vorteilhaft sein mag, ist zivilisationsbedingt. Kinder dagegen empfinden ihren Kosmos als einheitlich. Die Akademie für Natur und kreatives Gestalten verwendet daher sinnvoller Weise den Begriff des Weltwissens, dieser grenzt nicht ab zwischen NATUR und KULTUR, sondern fasst beides als Teil eines Ganzen auf. Kinder wollen die ganze Welt erkunden und wir Erwachsenen helfen ihnen dabei indem wir uns an kindlichen Grundbedürfnissen orientieren:

Kinder möchten die Welt verändern
Kinder brauchen Bewegung
Kinder wollen laut werden (dürfen)
Kinder lieben Dinge, die sie nicht kennen

Bestimmte Räume, Situationen oder Formationen üben auf Kinder eine fast magische Anziehung aus, der sie sich kaum entziehen können. Künstler fühlen ähnlich. Es geht nicht nur um ein aktives Wahrnehmen, sondern auch um ein passives Getroffen-Sein. Kinder und Künstler betrachten die Dinge nicht nur, sondern sie werden selbst von ihnen angesprochen. Kinder antworten darauf in „100 Sprachen“. Im Kontakt mit Natur und Kreativität können sie diese Sprachen weiter entwickeln.

Je jünger Kinder sind, desto intensiver lernen sie ausschließlich durch Erfahrung. Daher spielt bei uns das wortwörtliche „Erleben und „Begreifen“, also die Natur- und Kreativitätserfahrung, im Vergleich zu eher kognitiven Lehrmethoden eine zentrale Rolle. Bevor man hinter die Phänomene blicken kann, muss man erst auf sie blicken. Am Anfang steht die reine Entdeckung mit allen Sinnen – Sehen, Fühlen, Tasten und Hören.

Unser Körper ist längst nicht mehr so aktiv wie unser Geist. Während sich in unserem Kopf sehr viel abspielt, bleibt unser Körper unbewegt – vor dem Computer, dem Fernseher, in der Schule, beim Essen, in Gesprächen. Die Sitzhaltung dominiert. Wir sind von ganzkörperlichen Erfahrungen abgetrennt. Ein Teil von uns verkümmert, denn um unsere eigentlich funktionsfähigen Sinne voll auszubilden, müssen sie ständig gefördert und hervorgerufen (evoziert) werden. Die Zukunft des Lernens liegt im aktiven Lernen, dem Lernen in der Bewegung, im bewussten Unterwegssein, der unmittelbaren, sinnlichen Erfahrung der Natur, aber auch der Kunst, die auf diese Weise zur zweiten Natur werden kann.

Kinder und Jugendliche legen großen Wert auf Erlebnisse. Jüngere Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass im Handeln, durch Anschaulichkeit, durch Erlebnisse mit und über den Körper und über die Sinne am meisten gelernt wird. Weiter zeigen die Ergebnisse, dass das kreative Erleben von Natur und Kunst eine emotional-stabilisierende Wirkung hat.

Das Wissen über die natürlichen Zusammenhänge und der Umgang damit war eine alltägliche Selbstverständlichkeit, so lange Menschen direkt mit der Natur zurechtkommen und in ihr überleben mussten. Heute glauben sie, ohne dieses Wissen auskommen zu können. Aber: Um natürliche Ressourcen, von denen wir alle abhängen, zu erhalten, müssen wir die Gegebenheiten in der und die Wechselwirkungen mit der Natur verstehen. Daher brauchen Kinder (und auch Erwachsene) Orte, an denen sie Natur erleben können. Das erfordert eine grundlegende Begleitung und Anleitung sowie geeignete Umfelder mit einer sogenannten offenen Lernkultur (wahrnehmende Beobachtung, Lernen in Gruppen, Lernen in Geschichten, Lernen in gemeinsamer Aktivität). Die Naturerfahrungen der Kinder können durch kreative Erlebnisse vertieft und ergänzt werden.

Das Erweitern des kreativen Gestaltungsbereiches jedes Einzelnen kann mit einfachsten Mitteln erreicht werden. Schon ein kleiner Bleistift, ein Pinsel, Farben, Musik oder ein altes Buch, schaffen niedrigschwellig die Freiheit Barrieren zu überwinden und damit Lust und Befriedigung im Wissen, eigenständig Neues kreiert zu haben. Kurz: Die Stärkung des Selbstbewusstseins kann kreative Wege gehen. Und gerade vor interkulturellem Hintergrund ist es wichtig, den gesamten kulturellen Background der Kinder konstruktiv zu verbinden, um das Eigene und das Andere verstehen und akzeptieren zu lernen.

 
     
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